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Psychomotorik & KaMPFSPORT VON 3 BIS 5 JAHRE

KOordination | Motorik | Spaß

Die Bewegungsschule der Kampfsport Akademie Föhren richtet sich speziell an Kinder im Alter von 3 – 5 Jahren. 

Erste sportliche Betätigungen für Kleinkinder sind nicht nur in Bezug auf die Entwicklung eines positiven Körpergefühls von großer Bedeutung. Vor allem im Hinblick auf Freundschaften, Teamfähigkeit und emotionale Stärkung bietet der Sport für Mädchen und Jungen eine optimale Basis.

Spielerisch lernen

In unserem Training legen wir großen Wert auf die Förderung von Koordination und Motorik. 

Auch Gleichgewicht, Gelenkigkeit, Ausdauer und Körperkraft werden trainiert und gefördert. Gemeinsam in der Gruppe zu spielen, legt außerdem den Grundstein für viele soziale Kompetenzen wie Rücksichtnahme und Fairness.

Daneben wird auf spielerische Weise auch das Kickboxen vermittelt. Dabei lernen sie, fair, respekt- und rücksichtsvoll miteinander umzugehen. Das Training ist gut für Kraft und Gelenkigkeit, schult die Konzentration, die Ausdauer und steigert die Reaktionsschnelligkeit. 

Außerdem fördert Kampfsport das Selbstwertgefühl und eignet sich daher auch besonders gut für schüchterne Kinder.

Kickboxen für Kinder? Warum das Training auch pädagogisch sinnvoll ist

Aus der Abschlussarbeit unserer Kindertrainerin und Sozialarbeiterin (B.A.) Sylvia Romeyke

Kinder haben schnell Spaß an Bewegung, entdecken ihre körperlichen Fähigkeiten und auch ihre Kräfte. Viele Eltern überlegen dann, ihre Kinder in Sportvereinen oder anderen altersgerechten Institutionen anzumelden. Vielleicht wäre ja der Kampfsport oder genauer gesagt das Kickboxen etwas für die Kleinen?

Sozialarbeiterin (B.A.) und Kampfsporttrainerin Sylvia Romeyke hat zu diesem Thema ihre Abschlussarbeit des Studiums geschrieben und wird im Folgenden die Vorteile des ganzheitlichen Trainings in der Kampfsport Akademie Trier/ Föhren erläutern:

In unserem Training legen wir großen Wert auf eine altersgerechte Vermittlung von sowohl körperlichen Aspekten und kickbox-spezifischen Techniken, als auch die Stärkung von sozialen Kompetenzen.

Sylvia Sylvie Romeyke

Das heißt, dass die Einheiten im Training nachvollziehbar und greifbar für die Kinder und Jugendlichen gemacht werden müssen. In der Literatur finden sich häufig drei wichtige Aspekte der Kampfkunst, welche sich auf eine positive Persönlichkeitsentwicklung auswirken: Die Hand, das Herz und das Gehirn.

Die HAND steht in vielen Kampfkünsten für das Begreifen, sowohl körperlich als auch im übertragenen Sinne geistig. Unsere Bewegungen spiegeln zum Teil einige unserer Charakterzüge wieder und sind somit komplex mit anderen Körperfunktionen verbunden (vgl. Barnickel 2009, S. 24). Ein Zusammentreffen mit anderen Menschen im Training aber auch bei körperlichen Auseinandersetzungen, bleibt nie ohne Berührung. Durch den Sport soll vermittelt werden, dass diese Interaktionen greifbar sind und dass sich die Teilnehmer körperlich miteinander auseinandersetzen müssen (vgl. ebd.).

Das HERZ spiegelt unser Innerstes wieder. Im Training werden gewisse Wertvorstellungen wie Akzeptanz, Fairness und Respekt gelehrt. Das Vermitteln dieser Werte kann symbolisch oder auch durch Rituale, wie dem gemeinsamen Verbeugen vor dem Training, geschehen. Zusätzlich kann das Ritual des Verbeugens als Ankommen im Hier und Jetzt und als Abschalten vom Alltag, aber auch aus Respekt der Trainer_innen gegenüber geschehen. Dies birgt die Chance, dass die sozialen Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen gefördert werden und ihnen gesellschaftliche Normen überbracht werden, da sie wünschenswerterweise manches in den Alltag transferieren (vgl. Staeglich 2010, S. 43).

Das GEHIRN soll diese Erkenntnisse dann zusammenführen. Es will erreicht werden, dass aus bisher aggressiven oder delinquenten Verhaltensweisen gesellschaftlich anerkannte Reaktionen resultieren. Das Gehirn ist dafür zuständig, das Erfahrene so zu übersetzen, dass es praktisch, zum Beispiel in Konflikten, angewandt werden kann. Damit ist ein faires Verhalten dem Anderen gegenüber gemeint und beispielsweise verbal zu vermitteln (vgl. ebd.).

Das Kampfsporttraining kann ein großer Einflussfaktor auf das Selbstwertgefühl von Kindern und Jugendlichen sein. In den vorherigen Kapiteln wurde aufgezeigt, dass aggressives Verhalten, die Entstehung von Gewalt und ein reduzierter Selbstwert miteinander in Verbindung gebracht werden können. Hauptsächlich seien nochmal die soziale Unsicherheit, die Angst und die Suche nach sozialer Anerkennung genannt. Der Kampfsport fördert an dieser Stelle neben dem Körperbewusstsein auch die Willenskraft und die Selbstdisziplin. Die Kinder lernen im Training, Verantwortung für ihr eigenes Handeln zu übernehmen.

Einige unsere Thema der Charakterschule sind zum Beispiel:

• Konflikte adäquat lösen
• Aufmerksamkeit im Training, in der Schule etc.
• Respekt und Disziplin in verschiedenen Lebensbereichen
• Verantwortungsübernahme
• Selbstbewusstsein

Es zeigt sich also, dass unser Bambini- und Juniortraining nicht gänzlich auf das Erlernen von Kickboxtechniken ausgelegt ist, sondern darüber hinaus viele Aspekte des alltäglichen Lebens behandelt werden.

Daraus und aus Rückmeldungen unserer Mitglieder resultierend kann festgehalten werden, dass sich das Training positiv auf die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen auswirkt.